Nun ist es also schon fast soweit. Zusammen mit meiner Freundin – Lisa – werde ich mich am 9. Februar in einem A319 von Hamburg aus auf den Weg nach London machen, um von dort aus in einer Boeing 777 über Singapur weiter nach Sydney zu fliegen. Knapp ein Jahr liegt vor uns. Es gilt Studium und Arbeit erfolgreich zu meistern und Zeit zu finden, zahlreiche Orte und unterschiedlichste Menschen und Kulturen kennenzulernen.
Obgleich die letzten Tage alles andere als erholsam waren und auch jetzt noch einiges an Vorbereitungen ansteht, möchte ich dennoch mit diesem Beitrag eine Serie zu meinem Master-Studium an der University of Western Sydney (UWS) und Lisas und meinem Aufenthalt in Australien beginnen, in dem ich von unserer Planung und den bisherigen Problemen und Herausforderungen berichte.
Nach dem berufsbegleitenden Bachelor-Studium sehnte ich mich danach, auch einmal – wie viele Freunde und Bekannte – “richtige Vorlesungen” an einer Präsenzhochschule zu hören. Ich beschloss an meinen Bachelor in BWL ein Master-Studium in Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Kiel anzuhängen und die Chance eines Doppelmaster-Auslandsstudiums zu nutzen, um meine Englischkenntnisse abzurunden und ganz nebenbei ein wenig von der weiten Welt zu entdecken.
Zunächst sah alles so aus, als würde ich nach dem 1. Semester alleine fliegen, da Lisa noch mitten in der Ausbildung stand. Als ich dann jedoch erfuhr, dass zwar das 2. und 3. Semester erlassen werden, dies aber keineswegs bedeutet, dass der Auslandsaufenthalt auch während des 2. und 3. Semesters erfolgen kann (da die erforderlichen Credit Points zum Ende der Bewerbungsfrist für Auslandsaufenthalte im 1. Semester noch gar nicht vorliegen können) und ich meine für das 4. Semester angesetzte Master-Thesis in das 2. Semester vorzug, war der Grundstein für eine ganz neue Planung gelegt: Wenn Lisa ihre Ausbildung verkürzen und ich ein Semester “mit Arbeit überbrücken” würde, könnten wir zusammen fliegen. Das war seitdem unser Ziel.
Die zeitliche Abstimmung war damit eine erste, ganz wesentliche unserer Vorbereitungen. Eine weitere war natürlich die Prüfung der finanziellen Anforderungen: Wenn man nicht das Glück hat und über ein Stipendium verfügt, dann muss sich gut überlegt werden, wie mehrere tausend Euro Studiengebühren und Lebenshaltungskosten finanziert werden sollen. Wir haben die feste Absicht auch in Australien zu arbeiten und die Möglichkeiten von Studenten- und Work- & Travel-Visa voll auszuschöpfen, um so über die Runden zu kommen.
Anschließend ging es für mich darum, überhaupt für den Studiengang Master of Information and Communications Technologies zugelassen zu werden. Nachdem die Voraussetzungen der FH Kiel erfüllt waren, d.h. die erforderlichen Credit Points erbracht, ausreichend Englisch-Kenntnisse nachgewiesen (dank TOEFL, LCCI und KMK musste ich nicht auch noch das Cambridge-Zertifikat erwerben) und ein “humanes” Auswahlgespräch überwunden waren, konnte ich seitens FH Kiel an dem regulären Bewerbungsverfahren der UWS teilnehmen.
Bis feststand, dass ich tatsächlich an dem Programm teilnehmen konnte – ich mein Offer of Admission erhielt – vergingen noch einige Wochen. In der Zwischenzeit begannen wir dennoch alles vorzubereiten. Wir informierten uns über Flüge, erforderliche Versicherungen, Visa-Konditionen, Unterkünfte, Reise- und Ausflugszielen, usw. und kündigten Wohnung und verschiedene Verträge (Hausrat, Handy, etc.). Nachdem ich dann mein Offer of Admission akzeptiert (und die Studiengebühren bezahlt) hatte, ging alles sehr schnell: Wenig später erhielt ich – natürlich auch wieder per E-Mail – umfangreiche Informationen zum Studium an der UWS und meine Confirmation of Enrolement. Die Visa beantragten wir direkt danach, da häufig von Komplikationen (erforderliche Ärztebesuche, Botschafsbesuchte, etc.) zu lesen. Bei uns lief jedoch alles reibungslos – bereits wenige Stunden nach der Online-Beantragung hatten wir die “E-Visa” in unseren E-Mail-Postfächern.
Anschließend buchten wir unsere Flüge, schlossen Krankenversicherungen ab und trafen verschiedenste weitere Vorbereitungen. Nun sind wir aus unserer alten Wohnung ausgezogen und entleeren die Kartons in unsere Koffer. Der Zeitpunkt des Aufbruchs auf eine über 30 Stunden dauernde Reise rückt immer näher…
Autor: Andre Kolell
Datum: Montag, 2. Februar 2009, um 21:35 Uhr
Themen: Ein Jahr in Australien, MICT-Studium an der UWS, Persönliches
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Achja, ist nicht so ganz einfach alles, was? Aber ich bin mir sicher, dass eine fantastische Zeit auf euch zukommt. Es ist toll, das ihr zu zweit unterwegs sein werdet, das macht einige Dinge schöner.
Hockt nicht nur zuhause rum sondern erkundet “die Insel”! ;-)
Wünsche dir VIEL SPAß :)