BLOG POST VOM 11. Februar 2009

Mit Turbulenzen nach Sydney

BerlinZwar sind seit unserem Abflug vom Hamburger Flughafen noch nicht einmal 48 Stunden vergangen, doch haben wir bereits die einen oder anderen spannenden Momente während unsere Reise und auch nach unserer Ankunft hier in Sydney erlebt.

Zunächst gab es bereits auf dem Flughafen in Hamburg deutlich mehr Stress, als uns lieb war. Lisa machte die unerfreuliche Erfahrung, dass die vorläufige Nummer eines Reisepasses durchaus noch von der tatsächlichen Nummer desselben Reisepasses abweichen kann. Da für den Erhalt der Boarding Karte ein gültiges Visum erforderlich ist (was wir ja hatten) und da nun aber die im Visum angegebene Reisepassnummer nicht mit der tatsächlichen Reisepassnummer übereinstimmte, gab’s für uns vorerst keine Boarding Karte (für den Flug von London nach Sydney).

Leider gab es auch mit unserem Übergepäck einige Schwierigkeiten (British Airways ist bei zwei oder drei Kilos mehr alles andere als tolerant), sodass wir parallel Gepäck umpackten und mit British Airways mit Australien telefonierten, um kurzfristig das Visum umzuschreiben. Nach mehr als einer halben Stunde war dann alles geschafft. Wir hatten unsere Bordkarten, das Gepäck war aufgegeben und Abschied genommen. Die nächste Überraschung gab es dann bei der Sicherheitskontrolle; ich weiß nicht warum, aber gesamte Kameraausrüstung wurde erst einmal gründlich nach Drogen abgesucht… irgendwann war auch das überstanden, doch war es inzwischen schon so spät, dass für Shopping keine Zeit mehr blieb und es direkt durch die Grenzkontrolle an Bord ging.

London überraschte uns wenig. Natürlich war es nebelig-wolkig und regnerisch. Da wir vor der Landung noch mindestens drei Schleifen drehten, kamen wir mit etwas Verspätung an. Am Flughafen fuhren wir dann eine gefühlte Stunde mit dem Bus auf der gefühlt definitiv falschen Straßenseite zum Terminal 4, wo wir uns noch einen Kaffee bzw. Wasser genehmigten (okay, auch einen Schoko-Muffin…), bevor es dann nach Singapur weiter ging.

Die etwa 12 Stunden Flug vergingen recht schnell, da wir ganz gut schlafen konnten und ausreichend Literatur dabei hatten. Lange nachdem es wieder Tag war erreichten wir Singapur. Wir verließen das Flugzeug und gingen mal wieder durch eine Sicherheitskontrolle. Ungefähr eine Stunde nach der Landung in Singapur saßen wir dann auch schon wieder im Flugzeug und flogen in der Abenddämmerung gen Australien.

Als wir etwa 8 Stunden später Sydney anflogen, war es bereits wieder Tag, etwa kurz vor sieben Uhr morgens, Vermutlich Mittwoch. Während der Flüge gab es immer irgendwann irgendwelches Essen. Mal warm, mal kalt, mal Frühstück, mal irgendetwas. Das Zeitgefühl jedenfalls war völlig aus der Bahn geworfen. Während des Fluges gab’s dann noch eine Durchsage und kurz darauf wurde so eine Art Desinfektionsspray im Flugzeug herum gesprüht – angeblich um Ungeziefer aus Australien fernzuhalten… wie dem auch sei: Über Sydney war beinahe so wolkig wie über London. Außerdem nieselte es. War ja klar. Wenn man durch das Death Valley fährt, regnet es und wenn man nach Australien fliegt, wo die schlimmsten Brände seit vielen Jahren ihr Unwesen treiben, regnet es auch… na, besser Regen als Feuer.

Nun gut, in Sydney angekommen, nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zu unserem Hostel. Leider hatte Eva’s Backpackers unsere Buchung nicht richtig aufgenommen. Lisa hätte dort aber gerne im Gemeinschaftsraum bleiben können. Hm… nein.Hostel-Room Glücklicherweise konnte unkompliziert im unwesentlich unattraktiveren gegenüberliegenden Hostel, Jolly Swagman Backpackers, ein Doppelzimmer für uns und unsere Massen an Gepäck organisiert werden. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, haben wir erst einmal ein ganz klein wenig die Gegend erkundet und etwas gefrühstückt. Eigentlich hatten wir noch wahnsinnig viel vor, aber als wir dann zurück im Hostel waren, befahl uns eine innere Stimme, doch erst einmal eine Runde zu schlafen… bis der Durst mich weckte und ich für umgerechnet etwa 3 Euro das einzige hier in der Nähe erhältliche Sparkling Water kaufte. Das durfte jedenfalls nicht zum Dauerzustand werden. Anschließend hörten wir uns weiter um und haben dann im Woolworths Supermarkt uerstmal Nudeln und Tomatensauce sowie Wasser und all das, was jetzt noch dringend brauchten, zu bezahlbaren Preisen gekauft. Mehr Kreativität war heute nicht drin. In der “etwas gewöhnungsbedürftig ordentlichen” Küche haben wir uns dann was gekocht und gegessen. Anschließend waren wir draußen und entgingen scheinbar nur knapp einigen Eier-Bombardements, die vor dem Hostel stattfanden, wie wir von einigen der vielen deutschen “Alibi-Backpackern” hier vor Ort erfuhren…merkwürdige Gegend.

Für morgen haben wir uns definitiv mehr vorgenommen. In Sachen Wohnungssuche wollen wir Nägel mit Köpfen machen, mindestens ein Bankkonto soll eröffnet werden und Mobiles sollen angeschafft werden. Vielleicht holen wir uns so ein Hop-On-Hop-Off-Ticket, so dass wir nebenbei auch Sydney noch etwas näher kennenlernen… Wir werden sehen!

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Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009, um 14:19 Uhr
Themen: Ein Jahr in Australien, Persönliches

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5 Kommentare, Trackbacks und Pingbacks

  1. Jürgen sagt:

    Ihr Lieben, schön dass, nach anfänglichen Schwierigkeiten, alles so gut geklappt hat. Nun lebt euch mal ein bisschen ein und viel Erfolg bei der Wohnungssuche!

  2. Enni sagt:

    Uh, wow, das klingt sehr spannend.
    In 3 Monaten wirst Du das Sprudelwasser nicht mehr vermissen. Haha, schmeckt es nach Chlor? Auch da gewöhnst Du Dich dran, ob Du es glaubst oder nicht… ;-)
    Ich bin froh, dass soweit alles gut geklappt hat und ihr heil angekommen seid! Denkt an das Gästebett bei der Wohnungssuche. :-D

  3. Patrik sagt:

    Na Ihr beiden,

    klingt ja wirklich sehr abenteuerlich wie ihr nach Sydney gekommen seit. Aber die Hauptsache ist doch Ihr habt eure Reise gut überstanden.

    Wünsche euch viel Spaß und erholt euch schnell von eurem Jetlag.

    Viele Grüße aus Hamburg / Schottland

    Patrik

  4. [...] meinem letzten Blog-Post hatte ich schon kurz von dem Hostel berichtet, in dem wir nach unserer Ankunft hier in Sydney erst [...]

  5. [...] keine größeren Probleme bereitet. Da wir zumindest etwas weniger Hektik als auf unserem Hinflug möchten, werden wir schon in Kürze zum Flughafen. Michael, einer unserer ehemaligen Mitbewohner, [...]

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