BLOG POST VOM 13. April 2009

Push Up, Back Foot, Front Foot…

Surfcamp AustralienAm späten Sonntagabend war das Surfcamp in Gerroa am Seven Mile Beach überstanden: Total erschöpft und mit Muskelkater im gesamten Körper trafen wir nach drei Tagen und zwei Nächten wieder in Sydney ein, wo man das Wochenende in der Scubar noch einmal Revue passieren ließ, ehe es für Lisa zurück nach Hornsby und für mich zurück nach Parramatta ging.

Anfangs dachte ich, dass 2×2 Stunden Surfen pro Tag womöglich etwas wenig seien und sich das gar nicht richtig lohnen würde, doch damit lag ich auf jeden Fall daneben. Denn wir waren tatsächlich morgens von etwa 8:30 bis 10:30 und nachmittags von 14:00 bis 16:00 im Wasser – und Surfen (bzw. Surfen lernen…) ist unglaublich anstrengend, auch wenn man das während man im Wasser ist gar nicht wahrnimmt; es sei denn, man hat einen Krampf und muss halbwegs aus dem Wasser gezogen werden (was uns glücklicherweise erspart geblieben ist, aber in zwei anderen Gruppen vorgekommen ist)…

Aber von Anfang an: Am Freitagabend ging es um 18 Uhr an der noblen Jugendherberge in der Nähe vom Hauptbahnhof Sydneys los in Richtung Seven Mile Beach. Nach einer entspannten Busfahrt und einem Zwischenstopp bei McDonalds trafen wir gegen 22 Uhr auf einem Campingplatz in Gerroa am Seven Mile Beach (Google Maps) ein, wo sich das Surfcamp befand. Nach einer kurzen Info zum Ablauf der nächsten Tage wurden wir den Zimmern zugeteilt. Da wir noch voller Energie waren, machten wir uns am Abend noch auf in einen nahe gelegenen Pub und verschafften uns in einer klaren Vollmondnacht einen ersten Eindruck vom Strand, an dem wir den größten Teil des anstehenden Wochenendes verbringen sollten.

André beim SurfenAm Samstagmorgen ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 8 Uhr in die Wetsuits (der Reißverschluss gehört nach hinten!). Da der Winter naht und das Wasser bereits etwas abgekühlt ist, wurden wir mit der langen Version ausgestattet; unglaublich die Teile, im Wasser war einem richtig warm darin… Am Strand wurden wir mit Surfboards ausgestattet und in kleineren Gruppen mit den Basics versorgt. Im Sand liegend übten wir immer wieder “Push Up, Back Foot, Front Foot”. Rasch konnten wir problemlos auf dem Strand surfen… Dann ging es auch schon ins Wasser. Am schwierigsten war es durch’s Paddeln schnell genug zu werden um “auf die Welle zu kommen”. Wenn man jedoch erstmal drauf war, war es meistens gar nicht so schwierig auf’s Board zu kommen…

In den folgenden Sessions lernten wir dann noch eine Menge über die Wetterbedingungen, unterschiedliche Wellen, den Lauf des Wassers (an den Strand und zurück ins Meer), unterschiedliche Arten von Surfboards und das Verhalten an “öffentlichen Stränden” bzw. allgemeine Surfer-Regeln. Darüber hinaus hatten wir natürlich jede Menge Fun im Wasser!

In der Zeit zwischen den Surf-Sessions wurden große BBQs veranstaltet, Fotos und Surf-Filme angesehen und einfach nur gechillt. Den Samstagabend verbrachten Lisa und ich dann ganz alleine am scheinbar endlosen Stand…

Bis zum Ende des Monats muss ich nun entscheiden, ob ich aus das zweite Semester hier in Parramatta verbringen will. Ich bin hin und her gerissen. Einerseits sind die Bedingungen für das Studium hier optimal, aber anderseits ist eine eingerichtete Wohnung in der Nähe des Strands ähnlich teuer und ab August wird’s hier ja auch schon wieder Frühling. Der Manly Beach böte eine hervorragende Möglichkeit die Surfkenntnisse zu vertiefen… Wenn ich mich dazu entscheide das Research Project anstelle einer Vorlesung zu machen, müsste ich dann auch nur noch drei Mal die Woche zur Uni fahren. Nun ja, ein paar Tage bleiben mir ja um Für und Wider abzuwägen!

Für Dezember haben wir einen Camper-Trip von Cairns nach Sydney geplant – also den typischen Australia’s East Coast Trip. Es wäre ja zu schön, da noch Surfboards dabei zu haben…

Autor: Andre Kolell
Datum: Montag, 13. April 2009, um 4:04 Uhr
Themen: Ein Jahr in Australien, Persönliches

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4 Kommentare, Trackbacks und Pingbacks

  1. Enni sagt:

    Alter!
    Vielleicht sollte ich sowas auch mal machen. In Santa Cruz oder so… Schade, dass hier alle so demotiviert sind. :-(
    Sieht auf jeden Fall nach einer Menge Spaß aus, toll! <3

  2. Mutti sagt:

    Einfach Wahnsinn. Ein super Blog. Machs gut. Mama

  3. Patrik sagt:

    Moin,

    sieht ziemlich cool aus. aber warum hast du das kleinere brett André?

    Viele Grüße aus dem noch kühlen Schottland
    Patrik

  4. Andre Kolell sagt:

    Ich glaube coole Leute haben Boards, die kleiner, leichter und härter sind, als die Softboards für Beginner! Jedenfalls sind die kleineren schwieriger. Man braucht mehr Kraft beim Paddeln und das Board ist wackeliger. Allerdings sind kleinere Boards auch definitiv ein Grund zu schnell besser zu werden: Je mehr man’s drauf hat, umso besser ist das Board zu transportieren…

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