10. Juli 2009 | keine Kommentare
Heute ging es nach Darwin. Etwa gegen 16:30 sind wir gelandet. Wir hatten uns auf einen entspannten Abend eingestellt: Erst ein Hostel suchen, dann ein Auto mieten und die naechsten Tage im Kakadu-Nationalpark genauer planen. Wir waren wieder einmal viel zu naiv. Bereits am Flughafen erfuhren wir, dass es in Darwin zumindest vor Montag keine Autos mehr zu mieten gibt und es danach auch alles andere als guenstig ist. Also sind wir in die Stadt. Neuer Plan: Ab ins Hostel, endlich etwas Essen (nach dem Fruehstueck) und einen Alternativplan entwickeln. Wieder viel zu naiv. Unser Motto, mit moeglichst kurzfristigen Buchungen Schnaeppchen zu ergatten und von zusaetzlichen Informationen zu profitieren (z.B. Hostel-Empfehlungen), hat nicht nur Vorteile. Alle Hostels in Darwin sind ausgebucht, heute und morgen. Nur in einem Hostel gab es noch ein freies Zimmer, aber das konnte nach Ruecksprache mit dem Management nicht vermietet werden, weil es defekt war. Haette es wenigstens Autos gegeben, haetten wir ja einfach darin schlafen koennen. Aber es gab ja weder Autos noch Hostels. Also mussten wir uns weiter umsehen. Nun sind wir in einem Motel, fuer das wir mit rund 75,- Euro doppelt so viel bezahlen wie sonst fuer unsere Hostels. Das Motel ist soweit in Ordnung, aber die Frau an der Rezeption ist unglaublich. Sie will mich einfach nicht verstehen. Wir hatten kein Toilettenpapier, daher ich leise (es waren noch einige andere Gaeste dort): “Sorry, can we get some toilet paper?” Sie: “You want a room?” Ich: “No, we ran out of toilet paper!” Sie: “You want to pay?” Ich rufe durch die Rezeption: “Toilet paper!!!” Jetzt habe ich die Aufmerksamkeit aller. Einige lachen. Ein junges Maedel an der Rezeption geht zu ihr und hilft ihr noch einmal auf die Spruenge und irgendwann, nachdem sie auch noch meine Roomnumber haben wollte, hatte ich dann das Objekt meiner Begierde…
Nun ja, nachdem wir das Motel fuer die Nacht auf Samstag bezogen hatten ging es zurueck in die Stadt. Wir nehmen nun zwangsweise an einer organisierten dreitaegigen Tour durch den Kakadu-Nationalpark teil. Keine Ahnung wo wir lang fahren. Wir schlafen jedenfalls unter freiem Himmel. Haetten wir vielleicht auch hier einfach machen sollen!? Durch die Tour loesen wir auch das Problem eine guenstige Uebernachtungsmoeglichkeit von Samstag auf Sonntag finden zu muessen. Die Uebernachtungen im Anschluss, bevor es am Mittwoch nach Alice Springs geht, haben wir bereits jetzt gebucht. Alice Springs wollen wir dann direkt nach unserer Rueckkehr aus dem Nationalpark Naegel mit Koepfen machen…
THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches
8. Juli 2009 | 3 Kommentare
Seit gestern morgen sind wir in Perth, an der Westkueste Australiens. Die meiste Zeit des gestrigen Tages haben wir damit verbracht uns einen ersten Ueberblick ueber die Stadt zu verschaffen. Mehrere Stunden waren wir im Museum of Western Australia.
Inzwischen habe ich endlich auch einige Fotos unserer 68-Stunden-Fahrt mit dem Indian Pacific von Sydney via Adelaide nach Perth auf das Notebook kopiert. Ein Highlight war sicherlich das ich mich an den einen Mitarbeiter des Servicepersonals aus dem deutschen Fernsehen erinnern konnte (die Dokumentation hatte mich dazu bewogen ueberhaupt per Zug durch Australien zu reisen). Wir haben uns ein wenig unterhalten und er wird wohl Ende des Jahres wieder im deutschen Fernsehen zu sehen sein, wenn es um die Nord-Sued-Strecke, auf der der Ghan faehrt, gehen wird.
Auch die Besichtigung der Superpit, einer 500 Meter tiefen und ueber einem Kilometer breiten Goldmine in Kalgoorlie, war beeindruckend, obgleich wir die Mine auch bereits zuvor im Fernsehen gesehen haben.
Am Freitag geht es dann mit dem Flugzeug weiter nach Perth. Vermutlich werden wir uns dort ein Auto nehmen um durch den Kakadu Nationalpark touren und dort zu zelten. Mal schauen…
Nachtrag vom Montag, dem 20. Juni 2009
Hier noch einige wenige Fotos von Perth. Wir haben einen Tag in Fremantle verbracht, wo wir durch den Hafen geschlendert sind, einen Games Workshop besucht haben und uns das dortige Gefaengnis angesehen haben, das noch bis vor wenigen Jahren in Betrieb gewesen ist.
THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches
6. Juli 2009 | keine Kommentare
Unsere Fahrt mit dem Indian Pacific durch Australien naehrt sich dem Ende. Vor uns liegt lediglich noch eine Nacht. Morgenfrueh, gegen 9 Uhr, sollen wir Perth erreichen. Momentan stehen wir gerade in Kalgoorlie, etwa 1.000 km von Perth entfernt. Eine alte Goldgraeber-Stadt mit immer noch 30.000 Einwohnern. Die Nacht war ein Horror. Um kurz vor 11 Uhr ist eine Unterschicht-Familie mit 5 Kleinkindern zugestiegen… Nun sitzen wir etwas weiter von denen entfernt; mal schauen wie es wird. Jetzt verlassen wir auch schon wieder die Stadt, so dass ich lieber schnell sende ehe die Verbindung abreisst…
THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches
5. Juli 2009 | 3 Kommentare
Etwa ein Drittel haben wir nun geschafft. Nach einer absolut anstrengenden Nacht in den unkomfortablen “Daynighter”-Sitzen und einem eineinhalbstuendigen Ausflug nach Broken Hill (mit lauter Leuten die natuerlich nicht in unserem Alter waren) haben wir fast den ganzen Tag halb doesend halb schlafend verbracht. Belohnt wurden wir mit einer Aussicht auf eine wechselhafte Landschaft, neben dem Zug herspringende Kaengurus, einige Emus und unzaehlige Schafe. Gegen 15 Uhr erreichten wir dann Adelaide, wo wir bis eben einen vierstuendigen Aufenthalt hatten. Wir haben erstmal guenstig gegessen und bei Woolworths – unserem Standard-Supermarkt – unsere Vorraete aufgefuellt. Nun sizten wir in einem komplett gefuellten Wagon; gestern hatten wir noch das Glueck, das einige Plaetze frei waren und man sich zumindest ueber zwei Plaetze hat ausbreiten koennen. Die Nacht duerfte unertraeglich werden. Hoffentlich enttaeuscht uns unser gerade erworbener Rotwein nicht…
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