Seit gestern, dem 10. Dezember, sind Lisa und ich wieder unterwegs. Recht frueh am Morgen ging es mit dem Flugzeug rund drei Stunden nach Cairns, wo wir bei schwuelen 30 Grad unseren Camper abgeholt haben. Leider ist unser Spaceship nicht ganz so praechtig wie das Ausstellungsstueck was uns in Sydney zur Buchung bewogen hatte. Auto und Austattung haben eben nicht wie der Jucy Camper unserer letzten Reise nur 30.000 km sondern einiges mehr weg. Aber wie dem auch sei, wir haben dann von Cairns aus direkt einen Ritt am Strand in Cape Tribulation, im bzw. am Deintri Nationalpark, rund 150 km noerdlich von Cairns, ebenso gebucht, wie eine Katermaran-Tour raus auf’s Great Barrier Reef (die morgen ansteht; gerade ist Lisa auf’m Pferd…). Nach der Buchung sind wir dann auch direkt in den Norden aufgebrochen…
Nachdem wir das Umland von Cairns verlassen hatten wurde es zusehends einsamer. Zulaetzt schlaengelte sich eine schmale Strasse zwischen Regenwald auf der einen und Straenden auf der anderen Seite die Kueste entlang Richtung Norden. Wir sind nun im Grunde dort angekommen, wo noch kein Auto ohne Allradantrieb weitergefahren ist…
Das Wetter hier oben ist abartig ekelhaft. Es ist heiss und nass. Ausserdem macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre. Unsere Nacht haben wir auf einem Campingplatz verbracht, da es dort auch einen Bottleshop gab und wir das wichtigste in Cairns vergessen hatten; so konnten wir dort wenigstens noch was trinken. Unseren Camper haben wir mit diesem Stoffbezug hinten versehen, d.h. der Kofferraum bleibt offen und dann kommt dort mithilfe von Druckknoepfen so ein Schutz dran, der ein wenig wie ein Zelt ist. Im Jucy werden wir vermutlich gestorben, die Luft brauchten wir dringend. So konnten wir auch ganz gut schlafen, bis es irgendwann in der Nacht anfing ordentlich zu regnen. Die paar Druckknoepfe, die wohl waehrend der letzten 140.000 km verloren gegangen waren, machten sind nun bemerkt und kuehle Regentropfen stoerten unsere heisse Nacht…
Nun ja, zum Glueck wurde es nicht zu sehr nass drinnen und gegen Morgen waechselte sich die Sonne mit gelegentlichen Schauern ab. Auch die fetten Kroeten, die es sich neben dicken Kaefern waehrend der Nacht in den Sanitaeranlagen gemuetlich und jeden Gang dorthin zum Nervenkitzel gemacht haben, waren verschwunden. Ueber meinen Respekt vor australischen Spinnen, Schlangen und Co. schreibe ich besser gar nicht…
Eine Nacht bleiben wir also noch hier oder in der Naehe. Von unserem Trip zum Reef kehren wir morgen gegen 16 Uhr zurueck… Ich werde mich sehr dafuer stark machen “trotz beeindruckender Natur und Erfahrungen” zumindest noch nach Cairns zurueck zu fahren. Schon beim Bund konnte ich mir besseres vorstellen als bei Regen zwischen – immerhin ungefaehrlichem – Ungeziefer im Wald herum zu liegen…
… Fotos folgen eines Tages!
Update – Der Rest unserer Reise entlang Australiens Ostküste:
Autor: Andre Kolell
Datum: Freitag, 11. Dezember 2009, um 3:45 Uhr
Themen: Ein Jahr in Australien, Persönliches
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Achja, die Wildnis. Ist doch schön, dass auch ihr dort mal ein paar Erfahrungen sammeln dürft. Bei den Bären würde man merken, wenn sie das Zelt wegreißen, aber ob man bei Schlangen und Spinnen mitbekommt, wenn sie sich heimlich in die Schlafgemächer schlängeln? -Viel Vergnügen!! =)
Bei uns im Kino läuft gerade: Küss den Frosch. Ihr solltet es probieren, Märchen können auch war werden………….das sieht man ja bei Euch!!!!!!!!
Viel Spaß weiterhin und pflegt die Durckknöpfe.
[...] Viele Gruesse aus dem Regenwald… [...]
[...] Viele Gruesse aus dem Regenwald… (Teil 1) [...]