21. Mai 2011 | keine Kommentare
Am 26. November vergangenen Jahres hatte ich noch die Vermutung geäußert, dass ganz neue technologische Systeme für das Real-Time-Bidding entstehen müssten. Erst, wenn der Wert einer Werbeeinblendung für einen einzelnen Internetnutzer binnen weniger Millisekunden anhand einer Vielzahl verschiedener Daten ermittelt werden kann, kann Real-Timme-Bidding richtig Sinn (und Spaß) machen.
Wie ich nun erst erfahren habe, hat exakt drei Tage später, am 29. November 2010, der High-Tech Gründerfonds in die Semasio GmbH investiert! Semasio entwickelt ein, meiner Meinung nach, sehr spannendes Produkt, das man im Hinterkopf behalten sollte.
Hier einige Auszüge:
Profile much deeper than currently possible
The User Intelligence Platform utilizes the potentially hundreds of contacts with digital media users that you have every month. From each contact hundreds of salient characteristics are extracted, meaning you gather tens of thousands of characteristics about each user each month. This creates a much more detailed and granular user profile that serves as the foundation for precise targeting.
Create your very own target groups
Using the extremely granular profiles gathered by the User Intelligence Platform you can easily create the unique target groups that deliver on your marketing goals, whether these goals are branding- or performance related.
[...]
(Bislang nur ein ganz klein wenig) mehr gibt es auf der Website von Semasio.
THEMA: Online-Marketing
11. Mai 2011 | keine Kommentare
Schon seit längerem flehe ich erfolglos sämtliche mir bekannten Google-Ansprechpartner an, Keyword- und AdGroup-ID als ValueTrack-Parameter zur Verfügung zu stellen.
Nun kam mir die Idee in Google AdWords das Auto-Tagging zu aktivieren. Dadurch wird jedem Link automatisch ein Parameter namens gclid angehangen. Diesen wollte ich auslesen und die darin enthaltenen Informationen entschlüssel, denn schließlich kann Google Analytics ja auch anhand des gclid-Parameters die originäre AdWords-Struktur wiederherstellen…
Leider habe ich zu dem Ansatz nicht viel finden können und auch einige Tests förderten nichts nennenswertes zu Tage. Vermutlich ist es wie auf stackoverflow, eine der wenigen Quellen zu dem Thema, vermutet:
Die gclid wird weitgehend zufällig erzeugt und lediglich als Schlüssel für einen Google-internen Datenaustausch zwischen Google AdWords und Google Analytics verwendet.
Jegliche Versuche von “gclid Reverse Engineering” und “gclid Entschlüsselung” dürften damit erfolglos bleiben.
Falls jemand doch andere Erkenntnisse hat, bin ich daran überaus interessiert! :)
THEMEN: (Web) Development, Suchmaschinenmarketing
29. April 2011 | keine Kommentare
Retargeting liegt voll im Trend. Laut einer nicht-repräsentativen BVDW-Studie verbreitet sich Retargeting, das auch als Re-Targeting, Re-Messaging oder Remarketing bekannt ist, rasend schnell. Der Grund dafür ist die überdurchschnittliche Performance, die Retargeting nachgesagt wird. Wenn die beworbene Marke stark ist, lässt sich ein CPO erreichen, der weit besser als im klassischen Display Marketing ist und durchaus mit dem des Performance Marketing Kanals Nr. 1, dem bezahlten Suchmaschinenmarketings, konkurrieren kann…
Doch handelt es sich bei den zahlreichen Conversions, die dem Retargeting zugeschrieben werden, tatsächlich um zusätzliche Conversions, oder hätten viele der Conversions ohnehin stattgefunden, auch ohne erneute Ansprache?
Inwiefern fördert Retargeting Wiederholungskäufe (Cross- und Up-Selling)?
Und führt Retargeting letztlich zu einer stärkeren Kundenbindung und einer Steigerung des Customer Lifetime Values?
Um diese Fragen beantworten zu können, muss vor dem Start der Retargeting-Aktivitäten ein A/B-Test aufgesetzt werden.1 Wie tatsächlich valide Ergebnisse erreicht werden können, bei denen sich die Gruppen lediglich darin unterscheiden, dass die eine mittels Retargeting beworben wird und die andere nicht, wird im folgenden am Beispiel von Google Analytics beschrieben.2
THEMA: Online-Marketing
10. April 2011 | 2 Kommentare
Ich habe mich gerade auf die Suche nach Informationen zur Datenaktualität in Google Analytics gemacht. In der offiziellen Dokumentation findet sich lediglich der Hinweis, dass es nach dem Setup bis zu 24 Stunden dauern kann, bis Daten in der Google Analytics Oberfläche angezeigt werden. Eine Suche nach Google Analytics Delay zeigt dort schon interessantere Informationen: Hier wird von Google Analytics Real-Time Daten und einem Google Analytics Zeitverzug von einigen Stunden gesprochen. Am interessantesten sind noch die Informationen in der Google Data Export API, wo es heißt.
Run queries on dates that are at least 48 hours in the past for consistent results.
While Analytics data is processed regularly throughout the day, the final collection window for any given 24-hour period of time is not complete until up to 48 hours after that day ends.
Mein Fazit:
Die Aktualität der Daten in Google Analytics ist erst nach 48 Stunden gewährleistet.
Es können zwar schon vorher Daten vorhanden sein, allerdings ist nicht sichergestellt, dass diese valide sind. Externe Anwendung, die über die Google Analytics Data Export API Daten aus Google Analytics extrahieren, sollten dies berücksichtigen.
Habe ich etwas übersehen? Gibt es noch andere Meinungen?
THEMA: Online-Marketing