22. November 2009 | keine Kommentare
In einem meiner letzten Blog Posts habe ich bereits ein wenig über die Erfahrungen und Eindrücke geschrieben, die ich während der vergangenen 9 1/2 Monate in Australien habe sammeln können. Seit drei Tagen kommt definitv noch eine weitere Erfahrung hinzu: Das Leben in der weitgehend unklimatisierten Studentenwohnanlage wird jetzt, wo der Sommer über Sydney hereinbricht, unerträglich; vom Lernen und Arbeiten ganz zu schweigen. Heute hatten wir laut Sydny Morning Herald rund 40 Grad. Den Tag im eigenen Raum zu verbringen ist im Grunde unmöglich. Alleine über die Hände schwitzt man mehr, als der normale Deutsche am Tag trinkt… Es gilt also auszuweichen in die erträglich klimatisierten Regionen Australiens: Den verständlicherweise dicht bevölkerten Empfangsraum der Anlage, in die zumindest einige Stunden am Tag geöffnete Uni-Bibliothek oder in die großen Shopping-Center. Alles Orte an denen man zwar aus dem Delirium zurückkehren, aber bei weitem nicht effizient arbeiten kann…
Immerhin fängt es ab 21 Uhr an abzukühlen. Ab 23 Uhr kann man beginnen produktiv zu werden. Die beste Zeit zum Arbeiten ist dann von 3 bis 5 Uhr. Schade, dass das auch für’s Schlafen gilt.
Nun bin ich unentschlossen, ob ich mich auf unseren Monat im Camper an der australischen Ostküste freuen soll, oder ob es mir doch eher davor graut…
THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches
9. November 2009 | 2 Kommentare
Das war’s. Seit einer guten Stunde liegt nun auch das zweite und damit letzte Semester an der University of Western Sydney (UWS) hinter mir. In den vergangenen zehn Monaten habe ich acht Kurse belegt, sieben Vorlesungen regelmäßig auf dem Parramatta Campus besucht, fünf Dozenten zugehört, rund fünfzig weitere Postgraduate Diploma- und Master-Studenten kennengelernt, achtundzwanzig Gruppen- und Hausarbeiten unterschiedlicher Länge geschrieben, elf Präsenzprüfungen absolviert und neun kleine “Bindings” á A$ 1.10 gekauft, so dass mir noch von den A$ 10.00, mit denen ich meine Studentenkarte im Februar aufgeladen hatte, noch recht genau A$ 0.10 verbleiben…
THEMEN: Ein Jahr in Australien, MICT-Studium an der UWS, Persönliches
12. Oktober 2009 | 2 Kommentare
Am letzten Wochenende haben wir eher durch Zufall – nach fast einem 3/4 Jahr – eine recht schöne Seite von Parramatta entdeckt. Eigentlich waren wir auf dem Weg in den Parramatta Park, den wir uns bis heute noch nicht angesehen hatten, als wir auf unserem Google Maps Ausdruck das Lake Parramatta Reserve entdeckten. Unsere ersten Versuche über das “Privatgrundstück” einer Baptistenkirche in das Reserve zu gelangen schlugen aufgrund unüberwindbarer Stacheldrahtzäune leider fehl, so dass wir nach kurzem Umweg doch durch den Haupteingang auf das Gelände gelangt sind.
Anfangs dachten wir dass eine Umrundung nicht möglich sei (da nicht auf unserer Karte verzeichnet), aber glücklicherweise gab es doch einige Pfade und so sind wir die rund 4,5 km um den Parramatta Lake gewandert. Wenn man davon absieht, dass gelegentlich fahrende LkW zu hören waren, hätte man auch denken können irgendwo draußen, weit entfernt von der Stadt zu sein…
Nach 3,5 Stunden auf den Beinen sind wir dann noch ins Bavarian Beer Cafe und haben unsere Entdeckung bei Kassler, Sauerkraut und Kartoffelpuree plus natürlich Franziskaner gefeiert… ;-)
THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches
1. September 2009 | keine Kommentare
Während die Nachrichten aus Deutschland, die auf den heran nahenden Herbst hindeuten, zunehmen, wird es hier in Sydney langsam aber sicher Frühling. Die unzähligen bunten Vögel zwitschern wie verrückt durch die Gegend und die wiedererstarkte Sonne ermöglicht zumindest während der Mittagszeit sich in T-Shirt und kurzer Hose aus dem Haus zu wagen. Mir wird fast ein wenig unheimlich bei dem Gedanken, dass ich in zwei oder drei Monaten zur Mittagszeit kaum noch das Haus verlassen mag; es sei denn, es geht endlich einmal wieder an den Strand, wo ich – in Anbetracht der Tatsache in Sydney zu leben – schon viel zu lange nicht mehr gewesen bin…
Es ist beeindruckend, wie die Zeit vergeht. Inzwischen liegt schon ein Drittel meines zweiten und damit letzten Semesters an der UWS hinter mir. Im Studium ist zwar viel zu tun, doch bis dato ist alles machbar. Da viele meiner Kommilitonen nicht so recht engagiert sind fällt es nicht schwer mit einigermaßen ordentlichen Leistungen hervorzustechen. Die Zeit, die mir momentan noch für andere Dinge bleibt, wird bis zum Ende des Semesters Anfang November, leider immer weniger werden. Da helfen meine Bemühungen alle Hausarbeiten und Gruppen-Projekte möglichst frühzeitig zu erledigen auch nur bedingt. Aber sei’s drum: Irgendwann im November, wenn der Sommer naht und bestes Strandwetter ist, werde ich dann hoffentlich auf das erfolgreich abgeschlossene Studium zurückblicken und Australien erleben und genießen können, ehe es Anfang Januar zurück nach Deutschland geht.* Das ist doch eine Motivation!
Außerdem ist da ja auch noch die Intra-Session-Break. Eine Woche vorlesungsfrei, mitten im Semester. Lisa und ich haben uns gerade für fünf Tage einen Juicy Camper gemietet. Mit dem wollen wir dann Ende September noch einmal via Jervis Bay in den Mount Kosciuszko Nationalpark. Dort wollen wir dann endlich den höchsten Berg Australiens erklimmen, was uns im April aufgrund mangelnder Vorbereitung leider nicht gelungen war. Außerdem hoffe ich dass sich auch dieses Mal wieder einige Gelegenheiten für schöne Fotos ergeben…
* Sylvester werden wir übrigens nicht in der Oper feiern. Die Karten sollen rund € 250,- kosten. Und wahrscheinlich gibt es noch nicht einmal Berliner… ;-)
THEMEN: Ein Jahr in Australien, MICT-Studium an der UWS, Persönliches