Tag-Archiv "UWS Village"

Ein letzter Kurztrip vor unserer Rückkehr

6. Januar 2010 | keine Kommentare

Bevor es nun in gerade einmal 8 Tagen zurück nach Deutschland geht, sind Lisa und ich Neujahr noch einmal mit unserem Spaceship auf Tour gegangen. Zunächst ging es Richtung Jervis Bay, wo wir bereits Mitte April für einen Tag gewesen waren. Dort haben wir, genauso wie am 2. Januar weiter südlich in Ulladulla, nichts weiter unternommen, außer faul am Strand herum zu liegen oder zu versuchen uns von den Wellen an Land spülen zu lassen…

Am Nachmittag des 2. ging es dann in den Mount Kosciuszko Nationalpark, in den wir ebenfalls im April schon einmal herein geschnuppert hatten. Dieses Mal sind wir jedoch eine deutlich größere Runde durch den Park gefahren und sind auch insgesamt drei Nächte dort geblieben.

Am 3. Januar sind wir dann einigermaßen früh aufgestanden um den Mount Kosciuszko, den mit 2.228 Meter höchsten Berg des australischen Festlandes, zu erklimmen. Laut Informationsprospekten sollte man für die rund 15 km zum Gipfel 4-6 Stunden einplanen. Aufgrund unserer leider eher unterdurchschnittlichen Wanderroutine hatten wir uns auch darauf eingestellt, doch als wir nach einer kurzen Fahrt mit einem Lift an dem “Weg zum Gipfel” angekommen waren, fanden wir hervorragend ausgebaute Wege vor, so das wir bereits nach gerade einmal 3,5 Std. zurück waren.

Den Nachmittag haben wir dann in einem kleinen Schwimmbad in Thredbo verbracht, von wo aus wir auch zum Gipfel aufgebrochen waren. Am Abend sind wir dann gemütlich durch das kühle “St. Moritz von Australien” (im Winter ist hier Australiens größtes – und einziges – Skigebiet) geschlendert und haben unseren grandiosen Erfolg gefeiert, indem wir unsere Camperküche durch einen Restaurantbesuch ersetzt haben.

Da wir uns in Thredbo ein Ticket gekauft hatten, welches neben Lift und Schwimmbad auch drei Fahrten mit der Sommerrodelbahn und eine Stunde Mountainbike beinhaltete, war der Vormittag des 4. Januar bereits verplant. Während unsere Mountainbikestunde eher unspektakulär verlief, bin ich auf der Sommerrodelbahn aus dem Bob gefolgen. Hätte nie gedacht das so etwas möglich ist! Man zieht sich doch erstaunlich viele Abschürfungen und Verbrennungen zu, wenn man so um die 10 Meter über die aufgeheizte Stahlpiste schliddert… Nun ja, wenigstens war ich bis dahin so schnell gewesen, dass niemand von hinten in mich rein gefahren ist. Da mein Bob ohne mich nun auch kein Gas mehr geben konnte, hatte ich ihn nach einem kleinen Spaziergang neben der Piste auch bald eingeholt. Unten wunderte man sich dann ein wenig über meine späte Ankunft und meinen etwas schmerzverzerrten Gesichtsausdruck…

Viel mehr Spannendes gab’s am 4. auch gar nicht. Wir sind zur Mittagszeit in Thredbo aufgebrochen und haben uns auf unseren Rundweg durch den Nationalpark gemacht. Hier und da haben wir dann gestoppt, in Gesellschaft von Kängeruhs etwas gekocht und gegessen, oder uns in irgendeinem kühlen Gebirgsfluss abgekühlt. Erfreulich war, dass es im Nationalpark unzählige Campingplätze gab, die man, nachdem man Eintritt für den Park an sich gezahlt hatte, auch nach Belieben nutzen konnte. Am 5. Januar haben wir dann, ehe wir am späten Abend zurück nach Sydney sind, noch die Jersey Cave besichtigt…

Zurück in Sydney war dann in unserer WG alles wie bei unserem Einzug Ende Februar (nur weit weniger sauber): Wir sind nun wieder die einzigen. Die eine Krankenschwester ist zurück zu ihren Eltern, die andere zu ihrem Freund, der Australier in eine andere WG mit einigen Freunden, der Araber hat die Flucht ergriffen (und fast alle seine Sachen einfach hier zurück gelassen) und unser Dozent aus Hongkong hat nun endlich sein lang ersehntes Einzelappartment erhalten. Wie dem auch sei – in 8 Tagen machen wir dann das Licht aus…

THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches

36 Grad, und es wird immer heißer…

22. November 2009 | keine Kommentare

In einem meiner letzten Blog Posts habe ich bereits ein wenig über die Erfahrungen und Eindrücke geschrieben, die ich während der vergangenen 9 1/2 Monate in Australien habe sammeln können. Seit drei Tagen kommt definitv noch eine weitere Erfahrung hinzu: Das Leben in der weitgehend unklimatisierten Studentenwohnanlage wird jetzt, wo der Sommer über Sydney hereinbricht, unerträglich; vom Lernen und Arbeiten ganz zu schweigen. Heute hatten wir laut Sydny Morning Herald rund 40 Grad. Den Tag im eigenen Raum zu verbringen ist im Grunde unmöglich. Alleine über die Hände schwitzt man mehr, als der normale Deutsche am Tag trinkt… Es gilt also auszuweichen in die erträglich klimatisierten Regionen Australiens: Den verständlicherweise dicht bevölkerten Empfangsraum der Anlage, in die zumindest einige Stunden am Tag geöffnete Uni-Bibliothek oder in die großen Shopping-Center. Alles Orte an denen man zwar aus dem Delirium zurückkehren, aber bei weitem nicht effizient arbeiten kann…

Immerhin fängt es ab 21 Uhr an abzukühlen. Ab 23 Uhr kann man beginnen produktiv zu werden. Die beste Zeit zum Arbeiten ist dann von 3 bis 5 Uhr. Schade, dass das auch für’s Schlafen gilt.

Nun bin ich unentschlossen, ob ich mich auf unseren Monat im Camper an der australischen Ostküste freuen soll, oder ob es mir doch eher davor graut…

THEMEN: Ein Jahr in Australien, Persönliches

In Parramatta nicht viel Neues…

22. September 2009 | keine Kommentare

Obwohl mein letzter Blog-Post zu unserer Zeit hier in Australien und meinem Studium an der UWS schon eine Weile zurück liegt, gibt es nicht viel Neues zu berichten. Kurz nachdem Lisa das Klinkenputzen bei Aussie Farmers Direct aufgegeben hat, hat sie eine neue Gastfamilie gefunden, bei der sie inzwischen schon wieder eine Weile als Au-pair lebt. Das die Familie auch einige Pferde besitzt, kommt ihr natürlich sehr entgegen. Was mich betrifft ist es noch unspektakulärer, da ich die meiste Zeit am studieren bin, unter anderem um in der aktuellen Woche, in der wir vorlesungsfrei haben, einige Tage zu verreisen. Wir haben uns einen Camper gemietet, sind aber noch unsicher wohin es geht… Mal schauen, was die Fotos im Nachhinein zeigen werden. Vielleicht folgen wir den Hippie-Reisenomaden, die Lisa im Netz aufgetrieben hat. Letzten Freitag haben wir uns die National Rugby League angesehen; Lisa ist über ein andres Au-pair an Freikarten gekommen. Ganz schön burtal und kurz so ein Spiel. Ich hatte mich seelisch wohl eher auf Cricket eingestellt…

Langsam aber sicher geht das Semester in seine heiße Phase. Wie es aktuell aussieht, habe ich nun zumindest im November doch noch etwas für das Studium an der UWS zu tun. Mein “Forschungsprojekt” (Computing Research Project A) werde ich wohl erst irgendwann dann präsentieren und abschließen können…

Inzwischen haben wir uns auch damit abgefunden im UWS Village und nicht irgendwo an der Küste zu wohnen. Es ist ganz einfach viel günstiger und komfortabler als in Strandnähe, gerade wenn Lisa doch immer mal wieder ein paar Tage hier wohnt.

Erfreulicherweise kommen Daniel und Lina Anfang November vorbei, dann gibt’s hier mal etwas Abwechslung. Im Dezember wollen Lisa und ich dann in den Norden, die Ostküste entlang, bevor es voraussichtlich Anfang Januar – der exakte Rückflugtermin steht noch nicht fest – zurück nach Deutschland geht.

THEMEN: Ein Jahr in Australien, MICT-Studium an der UWS, Persönliches

Und es wird Frühling in Australien…

1. September 2009 | keine Kommentare

Während die Nachrichten aus Deutschland, die auf den heran nahenden Herbst hindeuten, zunehmen, wird es hier in Sydney langsam aber sicher Frühling. Die unzähligen bunten Vögel zwitschern wie verrückt durch die Gegend und die wiedererstarkte Sonne ermöglicht zumindest während der Mittagszeit sich in T-Shirt und kurzer Hose aus dem Haus zu wagen. Mir wird fast ein wenig unheimlich bei dem Gedanken, dass ich in zwei oder drei Monaten zur Mittagszeit kaum noch das Haus verlassen mag; es sei denn, es geht endlich einmal wieder an den Strand, wo ich – in Anbetracht der Tatsache in Sydney zu leben – schon viel zu lange nicht mehr gewesen bin…

Es ist beeindruckend, wie die Zeit vergeht. Inzwischen liegt schon ein Drittel meines zweiten und damit letzten Semesters an der UWS hinter mir. Im Studium ist zwar viel zu tun, doch bis dato ist alles machbar. Da viele meiner Kommilitonen nicht so recht engagiert sind fällt es nicht schwer mit einigermaßen ordentlichen Leistungen hervorzustechen. Die Zeit, die mir momentan noch für andere Dinge bleibt, wird bis zum Ende des Semesters Anfang November, leider immer weniger werden. Da helfen meine Bemühungen alle Hausarbeiten und Gruppen-Projekte möglichst frühzeitig zu erledigen auch nur bedingt. Aber sei’s drum: Irgendwann im November, wenn der Sommer naht und bestes Strandwetter ist, werde ich dann hoffentlich auf das erfolgreich abgeschlossene Studium zurückblicken und Australien erleben und genießen können, ehe es Anfang Januar zurück nach Deutschland geht.*  Das ist doch eine Motivation!

KänguruhAußerdem ist da ja auch noch die Intra-Session-Break. Eine Woche vorlesungsfrei, mitten im Semester. Lisa und ich haben uns gerade für fünf Tage einen Juicy Camper gemietet. Mit dem wollen wir dann Ende September noch einmal via Jervis Bay in den Mount Kosciuszko Nationalpark. Dort wollen wir dann endlich den höchsten Berg Australiens erklimmen, was uns im April aufgrund mangelnder Vorbereitung leider nicht gelungen war. Außerdem hoffe ich dass sich auch dieses Mal wieder einige Gelegenheiten für schöne Fotos ergeben…

* Sylvester werden wir übrigens nicht in der Oper feiern. Die Karten sollen rund € 250,- kosten. Und wahrscheinlich gibt es noch nicht einmal Berliner… ;-)

THEMEN: Ein Jahr in Australien, MICT-Studium an der UWS, Persönliches